Auch 2021 gab es heftige Diskussionen zur Preisgestaltung der Grazer Bäder. Schon seit Jahren haben wir in Graz die teuersten Eintrittspreise von ganz Österreich.

2021 startete ohne Familientageskarte, 2-Stunden-Karte, ohne Nachmittags- bzw. Abendeintritt. Erst nach vielen Beschwerden und politischer Intervention konnte eine Familiensaisonkarteerreicht werden. Leider galt die Saisonkarte auch nicht mehr für das Hallenbad, da ist wieder extra Tageseintritt zu zahlen. Ein Rückschritt im Kundenservice! 

Der September 2021 hatte 10 Tage mit Temperaturen über 25° - bis Anfang Oktober gab es badetaugliche Bedingungen!

Mehr Flexibilität bei den Margerl-Öffnungszeiten

Schon seit Jahren thematisiert die Grätzelinitiative die Öffnungszeiten des Margerl:
Das Margaretenbad ist mehr als ein Freibad, die Zahl der Saisonkarten übertrifft alle anderen Bäder in Graz zusammen - auch ohne Badetemperaturen trifft sich die Nachbarschaft von klein bis groß hier. Sobald das Wasser mehr als 18° hat, wird geschwommen, der Beachvolleyballplatz ist gut genützt, der Tischtennistisch immer besetzt. Alles Aktivitäten, die man gut auch im Frühjahr oder Herbst ausüben kann. Kundenorientierung und Flexibilität wünschen wir uns auch in der Früh an heißen Sommertagen und für den Ausklang am Abend.
  • Die Nähe zur Uni, das Sportinstitut ist im Margerlgebäude selbst untergebracht, die zentrale Wohnlage zwischen Schulen und Kindergärten ermöglichen die hohe Besucherfrequenz, die in diesem Bad auch zu Randzeiten wie Mai oder September bereits jetzt vorliegt!

  • Die Relation von Aufwand und Nutzen ist beim kleinen Margaretenbad wohl am höchsten von allen Grazer Bädern.

  • Das Restaurant ist ganzjährig geöffnet.

Hier braucht es politischen Willen!

Wir haben unsere Vorschläge und Anregungen zum Badebetrieb aus Sicht von uns Gästen und BürgerInnen zusammengefasst, siehe pdf unten. Es geht uns hierbei nicht um Privilegien für das Margaretenbad, sondern um evidenzbezogene und kundenfreundliche Lösungen aufgrund der guten Frequenz in zentraler Lage bei geringem Betriebsaufwand!

Gemeinsames Ziel von Politik, Betreiber Holding und GrazerInnen sollte unserer Meinung nach sein, die Lebensqualität im Bezirk Geidorf durch ein weiter gedachtes Freizeitareal aufzuwerten. Bezüglich des Margaretenbads brauchen wir eine stabile Lösung für die nächsten Jahre - es ist einfach zu schade, dass eine Freizeitfläche mit 6000m² mitten in der Stadt mehr als acht Monate brach liegt. Da gibt es sinnvolle Nutzungsmöglichkeiten. Gerne beteiligt sich die Grätzelinitiative an einer konstruktiven Diskussion.

 

 

17. November, 19h, Bildvortrag und Buchpräsentation. Jüdische Gemeinde - Graz- und GrätzelgeschichteN.
 

CLAUDIA ZERKOWITZ-BEISER: Meine jüdische Familie. Ihr Leben in Graz und ihre Auslöschung

 

Über die Vergangenheit wurde in meiner Familie nicht viel gesprochen und wenn, dann vor allem über den Urgroßvater, den Stadtbaumeister, der das Haus gebaut hat, in dem wir noch heute wohnen. Der den Kastner und die Zeremonienhalle am jüdischen Friedhof geplant hat, die 1938 im Zuge des Novemberpogroms zerstört wurde. Und natürlich über das Margaretenbad, das der Familie gehört hatte.

Gänzlich fehlten in der Familienerzählung jedoch die dunklen Seiten: die Fluchtgeschichten mehrerer Familienmitglieder sowie die Ermordung meines Großvaters im Konzentrationslager, seiner Schwestern irgendwo im Osten und die der Urgroßmutter in Theresienstadt.

Dieses Buch mit vielen Briefen und Fotos meiner Familienangehörigen, ergänzt durch umfassende Recherchen, hält nun neben der Geschichte des Aufbaus auch die Erinnerung an diesen Teil meiner Familie wach und gibt zugleich Zeugnis über ein Stück Zeitgeschichte von Graz.

 

Claudia Zerkowitz-Beiser:

Meine jüdische Familie. Ihr Leben in Graz und ihre Auslöschung. Geb., 208 Seiten mit über 300 teils farbigen Abb. (ISBN 978-3-902542-91-5). Euro 25,00

 

Das Buch ist über Ihre Buchhandlung, im Grätzeltreff erhältlich oder direkt unter: verlag@clio-graz.net

 

2021 gab es eine FrühschwimmerInnen-Karte von 8-10h - eine Zeit, die sehr gut angenommen wird. Samstag und Sonntag standen wieder viele vor verschlossenen Toren, wir wünschen uns eine generelle Öffnungszeit im Juni, Juli und August von 8:00-20:00!

An Tagen mit mehr als 500 BesucherInnen ist das Personal überfordert, da braucht es eine zusätzliche Badeaufsicht. Die Kontrolle der GGG-Nachweise erfolgt bis 16h, danach ist unter der Woche am meisten los und es bilden sich wieder Schlangen im Eingangsbereich!

In den letzten Schulwochen kommen viele Schulklassen, meist hilft die interne Abmachung, die Hälfte der Bahnen für die Kinder, die andere für die Schwimmer. Eine Absperrleine würde hier sehr hilfreich sein - leiderwar es bis jetzt nicht möglich in eine solche zu investieren.

Auch die Reinigung lässt heuer stark nach, warum kommt nicht 2-3mal die Woche ein Putztrupp? An einigen Ecken wirkt das Margerl schon recht desolat mit kaputten Wasserhähnen, angeschlagenen Fliesen und abgesplittertem Lack...

Positionen 2021.pdf

Die Gelegenheit zu Bewegung und Begegnung ist gerade in Zeiten wie diesen wichtig, Vitamin D wirkt antiviral :)

Das Sportamt stellt beim Askö-Stadion in Eggenberg Eisflächen/Plastikeis von November bis Ende Februar für das breite Publikum zur Verfügung. Im Sommer trainieren drauf die Profis.

Das wär doch was für den Ganzjahresbetrieb im Margerl!

Lustig zum Nachhören, Geschichten und Klangerlebnisse aus dem Margerl: sendung-09.06.mp3
Foto: Stefan Pajmann